Kann es eine gerechte Welt geben?

Das Kernproblem unserer Gesellschaft ist die unfassbar große Kluft zwischen arm und reich. Da die Reichen immer reicher werden und die breite Masse immer ärmer, kommt es auch zu einer extrem hohen Konzentration von Macht. Während die finanzielle Elite sich die Welt nach ihren Vorstellungen formt und Kriege um Rohstoffe führt, versucht sich der "Durchschnitts"bürger am "Arbeits"markt zu behaupten. Hamsterrad, Ellenbogengesellschaft und Profitgier sind die Folge. Jeder gegen Jeden. Geiz ist geil!

„Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen.“
Warren Buffet

Die Ursache liegt in zwei grundlegenden Prinzipien des Geldsystems:

1. Insgesamt betrachtet wird das Geld auf der Welt immer mehr. Man nennt das Inflation.
2. Geld fließt grundsätzlich von unten nach oben, in die Hände von immer weniger Menschen.

Die ungerechte Verteilung von Wohlstand ist kein Zufall sondern ein eingebauter Mechanismus.

Das kann man ändern!

Wie sieht dieser Mechanismus also genau aus?

1. Geld entsteht "aus dem Nichts". Man spricht von Fiat Money - Es werde Geld! Geld entsteht immer in der Form eines Kredites, der zurückgezahlt werden muss. Ist ein Kredit vollständig zurückgezahlt, existiert auch das Geld nicht mehr.
Nun müssen zusätzlich auch noch Zinsen gezahlt werden. Dieses zusätzliche Geld existiert nicht. Es ist also gar nicht möglich den Kredit und die Zinsen vollständig zurückzuzahlen. Um die Zinsen dennoch zu zahlen, wird ein neuer Kredit aufgenommen. Das klingt wenig einleuchtend, ist aber tatsächlich gängige Praxis. So wird mehr und mehr Geld in das System gepumpt, völlig losgelöst von der realen Wirtschaft.

2. Die Zinsen sorgen gleichzeitig für die Umverteilung von unten nach oben. Auch wer keine Schulden hat, zahlt Zinsen. Über 10 % aller Steuern fließen in die Zinszahlungen für die Staatsschulden. Außerdem verstecken sich Zinsen in den Preisen von Waren und Dienstleistungen, da die meisten Unternehmen Kredite laufen haben und die Zinskosten in die Preise einrechnen. Insgesamt bestehen die Ausgaben eines typischen Haushalts zu ca. 40 % aus Zinsen.
Das gilt natürlich genauso für die reichen Menschen an der Spitze der Gesellschaft. Allerdings haben reiche Menschen auch Zinseinnahmen. Damit man mehr Zinsen einnimmt als man bezahlt, sollte man schon zumindest angehender Millionär sein. Die meisten Menschen zahlen also Zinsen in das System ein, Zinsen die letzlich bei den Reichsten der Reichen landen.
Damit wäre auch die Frage beantwortet warum Geld von unten nach oben fließt.

Lösungen

Geldsysteme können unterschiedlichste Eigenschaften haben und auch andere Aufgaben erfüllen, als Wohlstand möglichst einseitig und ungerecht zu verteilen. Ein Geldsystem kann so "konfiguriert" werden, dass es den Menschen dient und nicht über die Menschen herrscht. Wir sind außerdem nicht darauf beschränkt nur ein einziges globales Geldsystem zu nutzen. Verschiedene Systeme mit verschiedenen Zwecken können parallel laufen und sich sogar gegenseitig ergänzen und stabilisieren.

Fortsetzung folgt...

Occupy Money
Occupy Wall Street
Banken in die Schranken
Neues Geld
Monetative
Public Banking Institute